Deine Fragen von uns beantwortet

Fragen, Sorgen oder Unsicherheiten?

Ja, wirklich. Gerade am Anfang wirkt ein Psychologiestudium schnell nach sehr viel, aber der Studienalltag ist gut machbar.

In der Regel hast du etwa zwei- bis dreimal pro Woche Vorlesungen oder Seminare. Die Lehrveranstaltungstage sind meistens von 9:00 bis 17:00 Uhr angesetzt, wobei der Nachmittag nicht immer bis zur letzten Minute ausgeschöpft wird. Dazwischen gibt es regelmäßig Pausen – manchmal etwa 10 Minuten, manchmal 20 Minuten – und eine längere Mittagspause von ungefähr einer bis eineinhalb Stunden.

Wie hoch deine tatsächliche Wochenbelastung ist, hängt natürlich davon ab, wie schnell du lernst, wie viel Zeit du selbst investieren möchtest und ob du neben dem Studium arbeitest. Aber auch mit einem Nebenjob lässt sich das Studium jedoch grundsätzlich sehr gut organisieren.

Und falls dir beim Wort Statistik schon etwas mulmig wird: Du bist damit ziemlich sicher nicht allein. Statistik ist für viele anfangs ungewohnt, aber absolut lern- & machbar. Außerdem werden Tutorien angeboten, in denen du Fragen stellen und den Stoff noch einmal gemeinsam durchgehen kannst.

Unser Tipp: Versuch am Anfang nicht, schon das ganze Studium im Kopf durchzuplanen. Konzentrier dich auf die Lehrveranstaltungen, die gerade vor dir liegen. Du wächst schneller hinein, als du wahrscheinlich gerade denkst.

Das erste Bachelorsemester ist vor allem dafür da, in die unterschiedlichen Bereiche der Psychologie hineinzukommen. Lass dich von der Anzahl der Fächer nicht stressen. Verschaff dir zunächst einen Überblick, finde deinen eigenen Lernrhythmus und geh das Semester Schritt für Schritt an.

Im ersten Semester erwarten dich (Stand 08/26):

  • Einführung in die Psychologie und ihre Geschichte
  • Einführung in die Forschungsmethoden der Psychologie
  • Deskriptive Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie
  • Deskriptive Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie – Übung
  • Biologische Psychologie I
  • Differentielle- und Persönlichkeitspsychologie I
  • Sozialpsychologie I
  • Allgemeine Psychologie und kognitiv-affektive Neurowissenschaften I

Für viele ist Statistik im ersten Semester das lernintensivste Fach. Das bedeutet aber nicht, dass du besonders gut in Mathematik sein musst. Mit regelmäßigem Mitlernen und den angebotenen Tutorien ist auch Statistik gut machbar.

Im ersten Mastersemester werden die Inhalte vertiefender. Dort erwarten dich:

  • Diagnostik: Testen und Entscheiden,
  • Klinische Kinderpsychologie,
  • Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie I,
  • Multivariate Verfahren I,
  • Multivariate Verfahren II,
  • Grundlagenvertiefung: Sozialpsychologie I
  • Projektarbeit I.

Hier empfinden viele Diagnostik als eines der aufwändigeren Fächer, aber auch das ist mit kontinuierlichem Lernen absolut zu schaffen.

Mach dir keine Sorgen, wenn es am ersten Tag so aussieht, als würden sich schon alle kennen. Einige tun das vielleicht – sehr viele andere sitzen aber genauso neu im Raum wie du.

Für die Jahrgänge entstehen normalerweise ziemlich schnell WhatsApp-Gruppen. Tritt am besten gleich bei, denn dort werden nicht nur organisatorische Dinge geteilt, sondern auch Lerngruppen, Mittagessen oder spontane Treffen ausgemacht.

Außerdem organisiert wir als ÖH gerade in den ersten Wochen verschiedene Veranstaltungen, bei denen du andere Studierende kennenlernen kannst.

Und auch im Studium selbst kommt man automatisch miteinander ins Gespräch: In Seminaren gibt es immer wieder Gruppenarbeiten und Gruppendiskussionen. Du musst also nicht am ersten Tag deine Freundesgruppe fürs gesamte Studium gefunden haben. Das ergibt sich meistens ganz von selbst.

Psychologie ist unglaublich vielseitig – aber es ist wichtig zu wissen, dass ein Psychologiestudium zunächst einmal ein wissenschaftliches Studium ist.

Du wirst dich deshalb nicht nur mit spannenden Fallbeispielen oder menschlichem Verhalten beschäftigen, sondern auch mit Theorien, Forschungsmethoden, Statistik und wissenschaftlichem Arbeiten. Manche Inhalte werden dich sofort interessieren, bei anderen musst du dich vielleicht ein bisschen durchkämpfen.

Genau dieses Grundlagenwissen brauchst du später aber auch in Praktika und im Berufsleben. Mit zunehmendem Studium wird außerdem immer deutlicher, wie die theoretischen Inhalte praktisch angewendet werden können.

Und Psychologie eröffnet dir viele unterschiedliche berufliche Richtungen, zum Beispiel:

  • Psychotherapie, Schulpsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Personalpsychologie und HR, Wirtschaftspsychologie, Verkehrspsychologie, Sportpsychologie, Gesundheitspsychologie, Rechts- und Forensische Psychologie, Neuropsychologie, psychologische Beratung, Coaching, Unternehmensberatung, Marktforschung, UX Research sowie Forschung und wissenschaftliche Arbeit an Hochschulen.


Nicht jeder dieser Wege ist automatisch mit einem Psychologieabschluss zugänglich – je nach Beruf können zusätzliche Ausbildungen, ein Master oder gesetzlich vorgeschriebene Qualifikationen notwendig sein. Aber darin liegt auch ein Vorteil: Du musst heute noch nicht wissen, wo du später landen möchtest.

Ein Vorteil des Studienaufbaus ist, dass es normalerweise keine große Prüfungswoche gibt, in der plötzlich alles gleichzeitig geprüft wird. Prüfungen finden an der UMIT TIROL etwa zwei bis drei Wochen nach Abschluss einer Lehrveranstaltung statt. Dadurch kannst du ein Fach abschließen und dich anschließend auf das nächste konzentrieren.

Kurz vor der Prüfung bekommst du normalerweise per E-Mail die Raumeinteilung zugesendet. Je nach Anfangsbuchstaben deines Nachnamens wirst du damit einem bestimmten Prüfungsraum zugeordnet, wo du dann deine Prüfung schreiben wirst.

Ganz wichtig: Studentenausweis nicht vergessen.

Wie eine Prüfung aufgebaut ist, entscheidet die jeweilige Lehrperson. Möglich sind beispielsweise:

  • offene Fragen
  • Multiple Choice
  • Single Choice
  • Mischformen

Welche Prüfungsform verwendet wird und welche Hilfsmittel erlaubt sind, wird vorher bekannt gegeben. Bei Statistikprüfungen gab es in der Vergangenheit beispielsweise auch Open-Book-Prüfungen, bei denen Unterlagen oder Taschenrechner verwendet werden durften. Ob das erlaubt ist, entscheidet aber immer die jeweilige Lehrperson.

Wenn du krank bist, solltest du dich rechtzeitig von der Prüfung abmelden beziehungsweise die jeweils verlangten Nachweise einreichen.

Während der Prüfung gibt es eine Prüfungsaufsicht. Täuschungsversuche können ernste studienrechtliche Konsequenzen haben – also lieber fair bleiben.

Auch wenn eine Prüfung einmal nicht klappt: Das Studium ist deswegen nicht vorbei. Es gibt für jedes Fach drei Prüfungsantritte und anschließend gegebenenfalls eine kommissionelle Prüfung. Die genauen Regelungen findest du immer in der aktuell geltenden Prüfungs- bzw. Studienordnung.

Dann melde dich bei uns.

Genau dafür sind wir als ÖH da. Egal, ob es um ein Stipendium geht, eine Prüfung nicht so gelaufen ist wie geplant, du Probleme mit einer Lehrveranstaltung hast oder eine Idee für eine Veranstaltung mitbringst: Bei uns gibt es unterschiedliche Ansprechpartner:innen, die dich unterstützen können.

Du musst dein Problem auch nicht schon perfekt erklären können. Schreib uns einfach und wir schauen gemeinsam, wer dir am besten weiterhelfen kann.

Wichtig ist nur: Melde dich lieber früher als später. Je früher wir wissen, dass etwas nicht passt, desto eher können wir unterstützen oder gegebenenfalls intervenieren.

Wir stehen hinter dir.

Fix einplanen solltest du zunächst die Studiengebühren pro Semester sowie den ÖH-Beitrag.

Für Bücher entstehen normalerweise nur geringe zusätzliche Kosten, wenn überhaupt. Viele benötigte Materialien werden digital zur Verfügung gestellt oder können über Bibliotheken bezogen werden.

Je nach persönlicher und familiärer Situation kommen außerdem unterschiedliche Stipendien und Förderungen infrage. Möglichkeiten gibt es beispielsweise in Österreich, Deutschland oder Südtirol.

Welche Förderung für dich möglich ist, hängt allerdings stark von deinem Wohnsitz, deiner Herkunft und deiner familiären Situation ab. Deshalb lohnt es sich, das individuell zu prüfen. Auch hierbei können wir dir durch unser Sozialreferat helfen.

Mit Psychologie stehen dir sehr unterschiedliche Wege offen.

Nach dem Bachelor kannst du beispielsweise einen Master in Psychologie anschließen und dich damit weiter spezialisieren. Je nach Schwerpunkt und zusätzlichen gesetzlichen Voraussetzungen sind später Tätigkeiten etwa in klinischen Bereichen, Arbeits- und Organisationspsychologie, Forschung, HR, Beratung, UX Research oder vielen anderen Feldern möglich.

Auch der Master in Psychotherapie kann ein beruflicher Weg sein. Wichtig ist dabei aber die Unterscheidung: Ein psychotherapeutisches Masterstudium allein macht dich nicht automatisch zur Psycholog*in. Die Berufsbezeichnungen und Zugangsvoraussetzungen unterscheiden sich außerdem je nach Land.

Du musst dich zu Studienbeginn noch nicht festlegen. Viele entdecken erst während des Studiums, welcher Bereich ihnen wirklich liegt.

Für deinen Studienalltag brauchst du vor allem zwei Plattformen:

CampusNet ist deine zentrale Anlaufstelle für Lehrveranstaltungen, deinen Stundenplan und Prüfungstermine.

In Moodle findest du die Unterlagen zu deinen Lehrveranstaltungen. Präsentationen, Literatur oder Arbeitsaufträge werden dort normalerweise von den Lehrpersonen bereitgestellt.

An der Uni gibt es außerdem öffentliches WLAN sowie ein Netzwerk, bei dem du dich mit deinen Zugangsdaten anmelden kannst. 

Und irgendwann stellt sich natürlich die wichtigste Frage des Studierendenalltags: Wo gibt’s Mittagessen?

Direkt im ersten Stock der UMIT findest du das Fabiano’s. Mit deiner Immatrikulationsnummer bekommst du dort bei verschiedenen Angeboten Vergünstigungen.

Alternativ gibt es das Culinarium, die Mensa der Klinik. Vom ersten Stock der UMIT gehst du hinaus in Richtung Psychiatrie und über die Grünfläche – dann bist du eigentlich schon dort.

Wenn du neu nach Innsbruck, Hall oder generell an einen neuen Wohnsitz in Österreich ziehst, gehört die Wohnsitzanmeldung zu den ersten organisatorischen Dingen, um die du dich kümmern solltest. In Österreich muss die Anmeldung grundsätzlich innerhalb weniger Tage nach dem Einzug erfolgen – deshalb am besten gleich zu Beginn erledigen und die aktuell geltende Frist prüfen.

Und dann: Geh zu den ÖH-Veranstaltungen.

Gerade die Veranstaltungen in den ersten Wochen sind eine der einfachsten Möglichkeiten, deinen Jahrgang kennenzulernen, Fragen loszuwerden und schneller an der Uni anzukommen.

Du musst nicht bei allem dabei sein. Aber ein oder zwei Events am Anfang können den Unterschied machen zwischen „Ich kenne hier niemanden“ und „Ah, die Gesichter habe ich schon mal gesehen.“

Wenn du für dein Studium nach Österreich ziehst, musst du deinen neuen Wohnsitz anmelden.

Wohnst du beispielsweise in Innsbruck, musst du das innerhalb von drei Tagen nach dem Einzug erledigen. Das gilt für alle Personen, die dort eine Unterkunft beziehen.

Dafür brauchst du insbesondere:

  • einen ausgefüllten und von deine*r Unterkunftgeber*in unterschriebenen Meldezettel
  • einen gültigen Reisepass oder Personalausweis
  • gegebenenfalls weitere Personenstandsurkunden

Die Wohnsitzmeldung ist kostenlos und kann je nach Voraussetzungen persönlich, postalisch oder online durchgeführt werden.

Noch wichtig: Als EU-/EWR-Bürger musst du bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten zusätzlich eine Anmeldebescheinigung beantragen. In Innsbruck muss das innerhalb von vier Monaten nach der Einreise geschehen.

Wohnst du in Hall oder einer anderen Gemeinde, erledigst du die Anmeldung natürlich beim dort zuständigen Gemeinde- bzw. Stadtamt.